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"Wieviel Demokratie verträgt die fdGO?"
Wo: offenes Jugendbüro RedRoXX, in der Pilse 29 in Erfurt
Wann: Dienstag den 13.12.2011, um 19.00 Uhr
In den Auseinandersetzungen über die sogenannten Extremismusklauseln beziehen sich Befürworter_innen aber auch Gegner_innen positiv auf die freiheitliche demokratische Grundordnung (fdGO). Doch welches demokratisches Potential steckt tatsächlich in diesem Begriff, der ideelle und politische Kernprinzipien der hiesigen Gesellschaftsordnung festschreiben soll? Welche Grundsätze beschreibt der Begriff überhaupt und inwiefern lassen sich diese für eine Kritik undemokratischer Vorstellungen nutzen? Ausgehend von der aktuellen Debatte über den Extremismusbegriff sollen historische und gegenwartsbezogene Probleme eines emphatischen fdGO-Bezugs zur Dikussion gestellt werden.
Der Referent Ulrich Schuster ist Mitglied der Leipziger Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX).
„Extremismusklausel“ - Emanzipatorische Kritik unter Generalverdacht?!
Wo: offenes Jugendbüro der Gewerkschaftsjugend Erfurt – filler.
Wann: Donnerstag, 08.12.2011 18.00 Uhr
Am 09. November 2010 lehnte der Verein „AKuBiZ e.V.“ den mit 10.000,- € dotierten sächsischen Demokratiepreis ab. Der Grund dafür ist die zu diesem Zeitpunkt auf Bundesebene nur angekündigte „Demokratieerklärung“, welche alle nominierten Vereine hätten unterschreiben müssen.
Die Nichtunterzeichnung dieser Erklärung durch AKuBiZ hatte eine breite solidarische, auch finanzielle Unterstützung verschiedenster Vereine und Initiativen zur Folge.
Nach Inkrafttreten der „Demokratieerklärung“ auf Bundesebene zum 01.01.2011 als Fördergrundlage sind nun so viele Verbände, Vereine und Initiativen davon betroffen, dass eine Nichtunterzeichnung aller Betroffenen den finanziellen Schaden durch solidarisches Handeln nicht ausgleichen kann. Daher wurden jetzt schon einige demokratiefördernde Projekte reduziert, eingestellt oder erst gar nicht beantragt.
Doch was genau steht in dieser Erklärung? Wie sind die einzelnen Punkte zu verstehen? Welche Folgen hat die Unterzeichnung für die Arbeit gegen menschenverachtende Einstellungen? Und wie sollten betroffene Vereine und Initiativen mit der Erklärung umgehen?
Diese und weitere Fragen diskutieren wir zusammen mit Uwe Schubert (ehemaliger Mitarbeiter bei MOBIT). Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.
Eurokrise im Griff!? - Wer rettet hier eigentlich Wen?
Staatenkrise, ESFS, Troika und täglich höhere Beträge für die „Rettung“ Griechenlands.
Das sind die Schlagzeilen, die seit längerer Zeit die Medien beschäftigen.
Aber wer hat hier noch den Überblick? Wer kennt die ganzen Zusammenhänge?
Und vor allem, wer kennt die Auswirkungen auf die Menschen in den „rettenden“ und in
den „geretteten“ Ländern?
Darüber wollen wir, die DGB Jugend Erfurt, und die Jusos Erfurt zusammen mit:
- Carsten Schneider, MdB und haushaltspolitischer Sprecher der SPD Bundestagsfraktion
- Prof. Dr. Dr. Helge Peukert, Professor für Finanzwissenschaft an der Universität Erfurt
- Dr. Herbert Schui, Prof. em. für Volkswirtschaftslehre und ehemaliges MdB für Die Linke
diskutieren.
Moderiert wird der Abend von Dr. Jürgen Neubert, Geschäftsführer des
DGB-Bildungswerkes Thüringen.
Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Wo: offenes Jugendbüro der Gewerkschaftsjugend Erfurt – filler.
Schillerstraße 44; 99092 Erfurt
Wann: Donnerstag, 17.11.2011 18.00 Uhr
"Uns stellt sich vielmehr die Frage, ob die Unternehmen ausbildungsreif sind!"
Erfurt. Die DGB Jugend Thüringen äußert sich erneut kritisch zu den veröffentlichten Ausbildungsmarktzahlen und der damit zusammenhängenden Fachkräftedebatte.
„Für uns bleibt weiterhin fragwürdig, warum Unternehmen über fehlende Fachkräfte klagen und gleichzeitig nur etwas mehr als die Hälfte der Bewerber_innen (52,6%) in ‚ungeförderte Berufsausbildung’ einmündeten“, meint Jugendbildungsreferentin der DGB Jugend Thüringen, Jenny Zimmermann.
Restaurantfachleute, Hotelfachmann/-frau, Friseur_in, Kaufleute im Einzelhandel, Köch_innen – diese Berufe stehen ganz oben auf der Liste der unbesetzten Ausbildungsstellen. Es sind auch die Berufe, die laut einer Studie (Ausbildungsreport 2011) der DGB Jugend am schlechtesten in der Bewertung der Ausbildungsqualität ausfielen. Die Gewerkschaftsjugend sieht an dieser Stelle einen klaren Zusammenhang. Ausbildungsfremde Tätigkeiten, mangelnde fachliche Anleitung, Überstunden, schlechte Vergütung – im Berufsalltag der Auszubildenden längst keine Einzelfälle mehr. Vor allem das Gaststätten- und Hotelgewerbe ist davon betroffen.
„In den letzten Wochen verpassten einige IHKen in Thüringen den Ausbildungssuchenden eine Generalschelte (der mdr berichtete), indem sie anprangerten, dass die Jugendlichen zu unmotiviert und sozial inkompetent, schlicht nicht ‚ausbildungsreif’ seien“, meint Zimmermann weiter. „Doch uns stellt sich vielmehr die Frage, ob die Unternehmen ausbildungsreif sind!“
Berufsausbildung soll neben beruflichen Fachkenntnissen auch soziale Kompetenzen vermitteln. „Wer von den Bewerber_innen erwartet, ‚fertige’ Auszubildende zu sein, steht bei uns in Verdacht, lediglich auf billige Arbeitskräfte zurückgreifen zu wollen. Wer wirklich Fachkräfte braucht, ist auch engagiert dabei, diese gut auszubilden.“
Staatsanwaltschaft Dresden schießt weit über das Ziel hinaus
Der DGB Thüringen solidarisiert sich mit Lothar König, dessen Amts- und Wohnräume am vergangenen Mittwoch von sächsischen Polizeieinheiten durchsucht wurden und protestiert gegen das skandalöse Vorgehen der sächsischen Staatsanwaltschaft und Polizei. Anlass der Durchsuchung ist das langjährige Engagement des Stadtjugendpfarrers gegen Faschismus und Antisemitismus. Ihm wird vorgeworfen mit dem beschlagnahmten Transporter der Jungen Gemeinde Jena-Stadtmitte am 13. und 19. Februar 2011 bei den Gegenprotesten gegen den jährlichen Aufmarsch tausender Rechtsextremisten in Dresden zu Gewalt aufgerufen zu haben.
Renate Licht, Landesvorsitzende des DGB Thüringen sagt dazu: „Lothar König ist weit über Jena und Thüringen hinaus für sein antifaschistisches Engagement bekannt. Die Kriminalisierung dessen ist ein Schlag ins Gesicht für jeden der sich für eine wehrhafte Demokratie, gegen rechte Gewalt und Diskriminierung von Minderheiten einsetzt. Mit dieser Durchsuchung startet die sächsische Polizei und Staatsanwaltschaft eine neue Stufe der Repression. Schon am 19. Februar wurde zahlreichen Thüringerinnen und Thüringer der Zugang in die Stadt Dresden verwehrt. Dem DGB wurde eine Kundgebung vor seinem eigenen Haus verwehrt, Handys wurden flächendeckend überwacht und bei Busunternehmen wurden persönliche Daten abgefragt. Statt sich für ein Verbot der NPD stark zu machen, werden legitime Proteste gegen Naziaufmärsche kriminalisiert und Beteiligte mit Ermittlungsverfahren überzogen.“
Wie jetzt bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Dresden ebenfalls gegen die Tochter des Jugendpfarrers und Abgeordnete des Thüringer Landtages, Katharina König, ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet. Die Thüringer Landesregierung ist jetzt gefordert aufzuklären, wie sächsische Polizeieinheiten ohne Wissen der Thüringer Behörden eine Razzia in den besonders geschützten Diensträumen des Stadtjugendpfarrers durchführen konnten.
„Das Demokratieverständnis der sächsischen Behörden und Polizeieinheiten scheint nicht besonders ausgeprägt zu sein“ so Renate Licht weiter. Die Gewerkschaften in Thüringen werden sich jedenfalls auch weiterhin ihr antifaschistisches Engagement nicht nehmen lassen und rufen zu Gegenaktionen gegen den Naziaufmarsch am 27.08.2011 in Weimar und gegen den faschistischen Eichsfeldtag in Leinefelde am 03.09.2011 auf.
Auf Achse: Die DGB Jugend Erfurt auf der großen Bühne der kleinen Politik...
Es kam etwas überraschend, zugegeben, es war eine sehr schöne Überraschung. Die Linke Erfurt lud uns zu ihrem Stadtparteitag ein um einen Infostand aufzubauen und uns zu präsentieren. Balsam auf die Seele junger Gewerkschafter_innen. Wir werden nicht nur in Fachausschüssen und Bündnissen wahrgenommen. Unsere Meinung zählt auch ganz grundlegend und wird ernst genommen. Natürlich nahmen wir diese Chance gerne an und so hieß es: Infostand und Kisten mit dem Infomaterial der DGB Jugend und der Mitgliedsgewerkschaften einpacken und natürlich Samstagmorgen um 9 Uhr auf der Matte stehen. Kaum fertig aufgebaut, kamen schon Jung und Alt. Es ging um zu geringe Renten, um die Angst der Nicht-Übernahme nach der eigenen Ausbildung und ganz allgemeine Fragen zu den DGB Gewerkschaften. Und es gab viel Redebedarf. Es scheint als ob nicht alle Gewerkschaftsmitglieder über die vielfältigen Angebote und Hilfsmöglichkeiten ihrer eigenen Gewerkschaften Bescheid wüssten. Aber deshalb machen wir ja auch Infostände. Wir wollen „vor Ort“ sein. Bei den Menschen wirken. Ihre Ängste und Bedürfnisse bekämpfen bzw. vertreten. Als Gewerkschaftsjugend vor allem bei der jungen Generation. Gerade bei einigen jungen Menschen machte es an diesem Tag klick. „Gewerkschaften machen verdammt viel für mich.“ Das coolste daran: „Ich kann selber mitbestimmen was!!“ Vielleicht hat es die eine oder andere Person dazu bewegt, sich für den Eintritt in eine Gewerkschaft zu entscheiden.
Am schockierendsten war aber ein Rentnerpaar. Sie schilderten uns die Sorgen der eigenen Enkel. Keine betriebliche Ausbildung, keine Übernahme, massiv Überstunden während der Ausbildung und Angst, sich an die Gewerkschaften zu wenden. Alles was wir als Gewerkschaftsjugend als Probleme sehen, kristallisierte sich in diesem einen Fall! Kurze Phase der Betroffenheit, dann wieder fangen und einfach reden. Das Resultat: Für alle 4 Enkel konnten wir spezifische Infopacks zusammenstellen. Darin enthalten waren Kontaktdaten der jeweiligen Jugendsekretäre und natürlich 'ner Menge Infomaterial zu Ausbildung und unseren Rechten. Dann wieder umschalten. Die „normale“ Vertretungsarbeit in Politik war angesagt. Wir hörten uns Ein Inputreferat über die Arbeit der Linken auf kommunaler Ebene an. Bei so manchen angesprochenen kommunalen Kontroversen waren auch wir beteiligt und ein schmunzeln zog sich über unser Gesicht. Schließlich kam der spannendste Teil: die Nominierung des OB-Kandidaten für die Wahl 2012. Die Kandidaten stellten sich vor und schon ging es los. Diskussionen über deren Vita, Fürreden und Gegenreden wechselten sich ab. Das aber in einem tiefen solidarischen Kontext. Keine persönlichen Angriffe, keine Beleidigungen. Irgendwie erstaunlich friedlich. Der Kandidat Michael Menzel setzte sich deutlich durch. Er wirkt auf uns sehr angenehm, für Neues offen und kompetent. Schon vor der Wahl kam er an unseren Stand, redete mit uns und nahm sich 'ne Menge Material zu unseren Positionen mit. Wir konnten ihm auch ein paar Fragen stellen, die wir unkommentiert dem Artikel hinten anstellen.
Wir sind parteipolitisch unabhängig und freuen uns über jede Einladung aus dem demokratischen Parteienspektrum. Aus den Fragen an Michael Menzel erwuchs dann auch eine ganz andere Idee. Wir als DGB Jugend Erfurt wollen in enger Abstimmung mit unseren Mitgliedern Wahlprüfsteine für die OB-Wahl erarbeiten und während der heißen Phase des Wahlkampfes eine Podiumsdiskussion mit den Kandidaten organisieren. Kommunalpolitik geht uns alle an und wir finden, dass es mehr als ein Service ist, die Kommunalpolitik für alle erklärbar zu machen. Nach einem langen, aber positiven Tag ging es dann doch langsam ins filler. um auszupacken und dann endlich nach Hause. Es zeigte sich mal wieder: Wenn Gewerkschaften wirken wollen, müssen wir zu den Menschen gehen. Wir werden wieder deutlich öfter vor Ort sein und keine Gelegenheit für Infostände verpassen. Manchmal braucht es eben eine noch so kleine Veranstaltung wie einen Stadtparteitag, um uns aus dem Trott des Alltages zu erwecken und neue Ideen zu entwickeln. Wir nehmen den täglichen Kampf für eine solidarische Gesellschaft auf und haben nicht vor, zu verlieren!!
Hier klicken um zu den Fragen an Michael Menzel und natürlich seinen Antworten zu kommen.
Gewerkschaftsjugend Thüringen unter Generalverdacht?
Pressemitteilung der DGB – Jugend Thüringen zum Vorfall mit Polizeibeteiligung auf dem Gelände der Gewerkschaft Ver.di und dem offenen Jugendbüro der Gewerkschaftsjugend „filler“ vom 30. März 2011
Am 30. März 2011 gegen 20.15 Uhr drangen mehrere Polizeibeamte ohne Durchsuchungsbefehl auf das Gelände der Gewerkschaft Ver.di in der Schillerstaße 44 in Erfurt ein und verlangten von den anwesenden Mitgliedern des Landesjugendausschusses der DGB Jugend Thüringen die Personalien. Ebenso notierten sie sich die Kennzeichen aller Fahrzeuge die sich auf dem Privatgelände zu diesem Zeitpunkt befanden. Sie beschuldigten die Gewerkschafter_innen im Zusammenhang mit einer brennenden Mülltonne auf dem Löberwallgraben zu stehen und versuchten in das Jugendbüro einzudringen um dort nach weiteren Verdächtigen zu suchen. Gegen den hauptamtlichen Jugendbildungsreferenten der DGB Jugend Erfurt wurde eine Anzeige wegen angeblicher Mittäterschaft aufgenommen.
Wir weisen außerdem darauf hin, dass in der am 01. April 2011 veröffentlichten Pressemitteilung der PD Erfurt von einer „Gruppe auf die die Täterbeschreibung passt“ gesprochen wird. Darin werden die gewählten Vertreter_innen der Gewerkschaftjugend in einem satzungsgemäßen Gremium kriminalisiert. Die DGB Jugend Thüringen protestiert auf das Entschiedenste gegen diese Kriminalisierung.
Wir fordern das Thüringer Innenministerium auf, die ermittelten personenbezogenen Daten sofort zu vernichten, die Ermittlungen gegen die Mitglieder des Landesjugendausschusses der DGB Jugend Thüringen sofort einzustellen und sich zukünftig an die rechtsstaatlichen Gegebenheiten zu halten. Weiterhin erwarten wir vom Innenministerium und der PD Erfurt eine Stellungnahme zu diesem Vorfall.
Kreativ werden für öffentliche Aktionen – KreAktionswerkstatt

AG 1. Mai
Seit einigen Wochen treffen wir uns, um gemeinsam eine Jugendaktion für den 1. Mai, den Arbeiter_innen-Kampftag, vorzubereiten. Dafür haben wir extra eine AG gegründet.
Schnell konnten wir uns einigen: unser Motto, ein eigenes Logo, eine Aktionsidee und Inhalte, eine Party im Anschluss, die wir gemeinsam planen. Nun musste alles vorbereitet und kreativ umgesetzt werden.
So entstand die Idee einer KreAktionswerkstatt - kreativ werden für öffentliche Aktionen (danke an die IG Metall Jugend Nieder-Sachsen-Anhalt! Von euch haben wir diese Idee nach Thüringen importiert!). Am Samstag, den 2. April, kamen schließlich 14 Jugendliche zusammen, um all diese Ideen umzusetzen – unter ihnen nicht nur junge Gewerkschaftsmitglieder:
Für’n Apfel und ’n Ei!? Spätestens jetzt organisieren!
Für unsere Aktion mussten T-Shirts hergestellt werden. Eigens dafür haben wir vorher eine Siebdruck-Anlage bei der DGB Jugend Sachsen-Anhalt ausgeliehen (DANKE!), Farben bestellt, T-Shirts und Folie eingekauft. Farbschicht für Farbschicht und Muster für Muster arbeiteten wir uns durch, bis am Ende des Tages tatsächlich 10 T-Shirts zum Trocknen auf der Leine hingen.
Back to the Roots – 1. Mai – Mehr als nur ein Pflichttermin:
Das stand nach Auftragen der 2. Farbschicht klar und deutlich auf dem Transpi. Es soll unsere Aktion begleiten und sagen, was wir wollen: Uns mit den Wurzeln des 1. Mai auseinandersetzen und wieder mehr aus dem Datum machen, als einen Familien-Feiertag. Dieser Spruch wird auch nach 2011 wenig an seiner Gültigkeit eingebüßt haben und für uns steht fest: Jeder Tag ist ein 1.Mai!!
Dank der guten Vorbereitung der AG und der vielen fleißigen Hände am 2. April blieb sogar noch Zeit zum Erledigen notwendiger Kleinigkeiten: Für unsere Geschichts-Pinnwände wurden Plakate ausgedruckt und laminiert, Schilder und 200 1. Mai Plakate für unseren Erwachsenenverband wurden beklebt (letzteres wohl die größte „Kleinigkeit“ von allen).
Das Resümee des Tages: viel Spaß, viel Neues gelernt, viel geschafft – ein reiner Erfolg. Danke an alle fleißigen Helfer und Helferinnen des Tages! Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen!
Nazis, Hitler, Holocaust - Potentiale und Grenzen einer humorvollen Auseinandersetzung
Am 15.04.2011 um 19.00 Uhr im filler.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht, so sagt es der Volksmund – aber gilt dies auch für ein Lachen im Kontext von menschenverachtenden Ideologien in allen Schichten der Gesellschaft und Holocaust?
Anhand eines bunten Potpourris aus jüdischem Humor, Nazisatire und Hitlerparodien kannst du für dich selbst herausfinden, ob du lauthals lachen kannst oder dir das Lachen eher im Halse stecken bleibt.
Anschließend soll viel Raum für Diskussionen zum Gezeigten gegeben werden, um sich über die möglichen Potentiale und Grenzen von Humor im Allgemeinen und zum speziellen Thema austauschen zu können.
Die audio-visuellen Präsentation resultiert aus der Magisterarbeit der Referentin Franziska, welche im Fach Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingereicht wurde.
1 + 1 = 11

11. "filler." Geburtstag
Das offene Jugendbüro der Gewerkschaftsjugend "filler." wird am 01.04. 11 Jahre alt und möchte dies mit euch feiern.
Neben leckerm Essen und Getränken, guter Musik und netten Leuten, kommt auch die politische Bildung mit einem Input-Referat zum Thema "Militarisierung" nicht zu kurz.
Kommt doch einfach ab 18.00 Uhr vorbei und feiert mit uns =)
Eure "filler."-Crew
Interview "Wir sind extrem..." bei Radio F.R.E.I
Impressionen der Großdemonstration vom 13.11.2010 in Erfurt
Unsensibler Umgang von Unternehmen mit der Geschichte von "Topf und Söhne"-Völkermord ist kein Werbeargument!
Am 27. Oktober 2010 erschienen in der Thüringer Allgemeine, sowie im Allgemeinen Anzeiger Erfurt Werbeanzeigen und Artikel von Unternehmensbetreibern auf dem ehemaligen "Topf und Söhne" Gelände Weimarische Straße 39a. Konkret betrifft dies die Unternehmen "elmi Bäcker" und "Maronde's Garten Paradies".
In diesen Werbeanzeigen wird sich mittels des Namens "Topf und Söhne" positiv auf das Gelände als Wirtschaftsstandort bezogen. Die barbarische Geschichte sowohl der Firma, als auch des Geländes wird hierbei komplett ausgeblendet. Wenn man den Namen der Firma Topf und Söhne heute überhaupt in das Gedächtnis der Menschen ruft, dann einzig und allein um der Vernichtungspolitik des faschistischen Deutschlands zu mahnen und eine Aufarbeitung der deutschen Kriegsverbrechen im 2. Weltkrieg voran zu bringen.
Der Slogan "Alles für die Grabgestaltung" von Maronde's Garten Paradies ist unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Millionen von Opfern durch die Öfen der Firma "Topf und Söhne" verbrannt wurden und keine würdevolle Grabstätte finden konnten nicht nur pietätlos, sondern auch eine Verunglimpfung der Opfer und ihrer Angehörigen.
Auch der Umgang der Bäckerei Elmi ist auf das schlimmste gedankenlos. Wer mit frischen Brötchen, Brot und Kuchen direkt aus dem Ofen in Zusammenhang mit dem Gelände der Ofenbauer von Buchenwald und Auschwitz wirbt, dem scheint jedes Verständnis für die Sensibilität dieses Ortes zu fehlen.
Günter Pappenheim Überlebender des Konzentrationslager Buchenwald und Erster Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos sagte hierzu: "Unsere Kollegen, Genossen, Freunde und Angehörigen sind auf grausame Art und Weise ermordet und durch Öfen von 'Topf und Söhne' verbrannt worden. Wir die Überlebenden und Angehörigen fordern die Gewerbetreibenden, die Stadt Erfurt und jeden einzelnen Bürger auf, diesem Schicksal mit Würde zu gedenken."
Wir die Unterzeichner dieser Erklärung schließen uns diesen Forderungen an.
Günter Pappenheim - Erster Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos
Elke Pudszuhn - Landesvorsitzende Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten
Bodo Ramelow - Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Fraktion im Thüringer Landtag
André Blechschmidt - Fraktionsvorsitzender Fraktion DIE LINKE im Erfurter Stadtrat
Sandro Witt - Gewerkschaftssekretär DGB Thüringen
Thomas Engel - Mitglied des Landesvorstandes Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten
Ulli Klein - Sprecherin der antifaschistischen Koordination Erfurt
Susanne Hennig - MdL Fraktion DIE LINKE imt Thüringer Landtag
Karola Stange - MdL Fraktion DIE LINKE imt Thüringer Landtag
Katharina König - MdL DIE LINKE (Sprecherin für Jugendpolitik und Antifa)
DGB Jugend Erfurt
filler. offenes Jugendbüro der DGB Jugend Erfurt
Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala, Saalfeld
offenes Jugendbüro RedRoXX, Erfurt
Unter anderem mit einer Lesung aus dem Buch "Ich habe nie Langeweile gehabt. Ein Widerstandskämpfer gegen den Faschismus erzählt sein Leben" über den Erfurter Kollegen Alfred Marchand.
Also hinfahren und Workshops mitnehmen!!!

Gemeinsame Pressemitteilung der politischen Jugendverbände
Als hätten wir’s geahnt – Kürzungen im Sozialbereich haben eins gemeinsam: Sie treffen immer die Falschen!!
Mit Erschrecken und gleichzeitig auch einer großen Portion Empörung haben die Thüringer Jugendverbände Landesjugendwerk der AWO, DGB Jugend, Bund Deutscher PfadfinderInnen, SJD – Die Falken sowie die NaturFreundeJugend Thüringen die Ankündigungen der Thüringer Finanzministerin zur Kenntnis genommen, im Sozialbereich 130 Millionen Euro einsparen zu wollen.
„130 Millionen Einsparung im Sozialbereich bedeutet: Kürzung bei denen, die es am nötigsten haben. So sieht keine nachhaltige Politik aus“, so Franz Sommerfeld, Landesleiter der Naturfreundejugend Thüringen.
Bei den Kürzungen im Landeshaushalt 2004 wurde schon einmal kurz nach den
Landtagswahlen die Jugendverbandsarbeit durch die CDU Alleinregierung massiv gekürzt.
Die Jugendverbände in Thüringen mussten schmerzhafte Einschnitte ertragen. Jetzt soll wieder gespart werden.
„Die Arbeit der Jugendverbände, vor allem die Jugendbildungsarbeit ist ein wesentlicher Grundpfeiler in der Demokratisierung von jungen Menschen. Hier darf auf keinen Fall schon wieder der Rotstift angesetzt werden", erklärt Sandro Witt, von der DGB Jugend Thüringen zu den Einsparvorschlägen.
Momentan wird im Sozialministerium unter Federführung des Landesjugendhilfeausschusses der Landesjugendförderplan fortgeschrieben. Neue Projekte und Ideen sollen formuliert werden um die Jugend(verbands)arbeit in Thüringen weiter zu entwickeln. Im nächsten Jahr sollen die Ergebnisse stehen und umgesetzt werden.
„Wir vermuten, dass eine Fortschreibung des Landesjugendförderplanes bzw. die Weiterentwicklung der Jugendverbandsarbeit in Thüringen nur auf dem Papier stehen wird. Die Hoffnung neue und innovative Ideen umzusetzen schwindet durch die Androhung aus dem Finanzministerium", so Alexander Brettin, Vorsitzender des Landesjugendwerk der AWO.
Als politische Jugendverbände in Thüringen fordern wir die Landesregierung auf, den Worten von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht zu folgen und uns zu beteiligen und mit uns und den anderen Akteuren gemeinsam an einen Tisch zu gehen und nicht an uns vorbei wie in den letzten Jahren Politik zu machen.
Nächste Termine zur Sanierung:
Donnerstag | 03.06.2010 ab 10:00 Uhr | |||
Freitag | 04.06.2010 ab 10:00 Uhr | |||
Donnerstag | 10.06.2010 ab 10:00 Uhr | |||
___________ | _____________________ | |||
Dienstag | 15.06.2010 ab 10:00 Uhr | |||
Mittwoch | 16.06.2010 ab 10:00 Uhr | |||
Donnerstag | 17.06.2010 ab 10:00 Uhr | |||
Freitag | 18.06.2010 ab 10:00 Uhr | |||
Montag | 21.06.2010 ab 10:00 Uhr | |||
Dienstag | 22.06.2010 ab 10:00 Uhr |
Baustelle DGB Jugend

Es ist 9 Uhr morgens an einem Samstag und unüberhörbar trönt der Arbeitslärm durch die Erfurter Löbervorstadt. Die DGB Jugend Erfurt werkelt an der Fassade des offenen Jugendbüros der DGB Jugend Erfurt - filler. rum. Nach langen Diskussionen, Planungen und einer noch nicht ganz abgesicherten Finanzierung wurde nun mit den dringend notwendigen Renovierungsarbeiten begonnen. Nach dem erfolgreich begangenen 10ten Geburtstag des filler.s und den kraft- und nervenkostenden Kämpfen gegen die kommunalen Kürzungen im Jugendbereich kam endlich das „Go“ von ver.di für die Umbauarbeiten.
In letzter Zeit wurde immer deutlicher, dass zumindest die Fassade des filler.s rund erneuert werden muss, um kritische Schäden am Mauerwerk zu verhindern. Also hieß es für 8 junge Gewerkschafter_innen Subbotnik am filler. Die erste Phase sah nun das Entfernen des Fassadenputzes vor und konnte fast vollständig durchgeführt werden. Leider scheinen die Schäden an der Fassade massiver zu sein als angenommen und die Arbeiten mussten teilweise abgebrochen werden. In der zweiten Phase werden um das filler. herum Ausschachtungsarbeiten stattfinden um das Mauerwerk trocken zu legen und in der dritten Phase kommt der neue Putz drauf. Um die Kosten möglichst gering zu halten, werden sämtliche Baumaßnahmen in ehrenamtlicher Arbeit von der Gewerkschaftsjugend selbst geleistet.
Langsam aber sicher rollt auch die Solidaritätsmaschinerie an. So bot uns der ehrenamtliche Stammtisch des Fachbereiches 13 von ver.di ihre tatkräftige Unterstützung an und der Betriebsratsvorsitzende von IKEA Erfurt schenkte uns ein Gutschein für ein neues „Billy“ Regal.
Trotzdem sind wir noch dringend auf körperliche Hilfe bei den weiteren Arbeiten angewiesen und zu einer finanziellen Unterstützung würden wir auch nicht nein sagen.
Das filler. wird von Jugendlichen Gewerkschafter_innen aus Erfurt als offenes Jugendbüro betrieben. Es stellt für viele Gremien der Gewerkschaftsjugenden und unserer befreundeten Jugendverbände die Räume für ihre Arbeit zur Verfügung und stellt somit eine wichtig Plattform für junges politisches Denken und Handeln in Erfurt dar. Weiter sind wir auch im Stadtjugendring stark vertreten und halten Kontakt zu Politiker_innen. Auch beteiligt sich die DGB Jugend massiv an Kampagnen, zum Beispiel gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai 2010 in Erfurt oder dem Bildungsstreik.
Leider sind auch wir von den Kürzungen im Jugendbereich betroffen und müssen auf 13% der finanziellen Mittel verzichten und haben nur noch eine ½ Stelle zur Verfügung. Trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen und werden weiter an einer besseren Zukunft für alle Menschen arbeiten.
Wenn ihr mehr über das filler. erfahren wollt dann besucht uns doch einfach mal.
Weitere Berichte und Termine zum Umbau folgen in Kürze und vielleicht sehen wir uns ja mal im filler.!!!
Erfurt braucht ein soziokulturelles Zentrum
Die DGB Jugend Thüringen und die DGB Jugend Erfurt erklären sich solidarisch mit der am 10.04.2010 stattgefundenen Besetzung eines Hauses in Erfurt. Während für Banken und finanzstarke Unternehmen Kredite in Miliardenhöhe gewährt werden, sind Freiräume für alternative Lebensentwürfe immer stärker von Repression bedroht. So wurde im April 2009 das besetzte Haus auf dem ehemaligen Topf & Söhne - Gelände durch bewaffnete Polizeieinheiten geräumt. Freiräume die auf Alternativen jenseits des kapitalistischen Verwertungssystems hinweisen, müssen gerade jetzt, da der Kapitalismus mal wieder gezeigt hat, dass er immer wieder in zyklische Krisen gerät, die Millionen von Menschen ihrer Lebensperspektiven berauben, aktiv unterstützt werden.
Deshalb die Häuser denen die sie bewohnen.
Frieden den Hütten, Krieg den Palästen!
Am 1.Mai wollen Nazis mal wieder ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straßen Erfurts tragen. Wir als DGB Jugend Erfurt rufen dazu auf, sich den Nazis in den Weg zu stellen und ihnen den öffentlichen Raum streitig zu machen.
Für uns ist es aber genauso wichtig eigene politische Akzente zu setzen und den 1.Mai als das zu begehen was er ist, nämlich der Tag zur Kritik an der Arbeit und seiner Verhältnisse.
Deshalb:
Kommt nach Erfurt und beteiligt euch vormittags an der 1.Mai Demo des DGB.
Und danach:
Naziaufmarsch in Erfurt verhindern.
Wenn ihr nach Erfurt kommen wollt und noch Pennplätze braucht, wendet euch einfach ans Filler.
weitere Infos zur Nazidemo unter:
http://www.maifestspiele-erfurt.us/

Die Mitglieder des Stadtjugendring Erfurt e.V. (SJR) protestieren energisch gegen die geplanten massiven Kürzungen im Jugendhilfebereich der Stadt Erfurt.




























